Home » Augen auf » Das massgeschneiderte Brillenglas für das Auge
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Dank einer neuen optischen Messtechnologie lassen sich Brillengläser perfekt auf das – von Person zu Person unterschiedliche – Auge abstimmen. 

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Dr. Gregor Esser

Research & Development and Strategic Marketing Lenses
Director Research & Development Optics

Wenn ich eine Brille kaufen möchte, führt der Optiker im Laden in aller Regel einen Sehtest mit unterschiedlich grossen Buchstaben durch. Was ist anders an der neuen Messtechnologie der Firma Rodenstock?

Der Augenoptiker bestimmt die Verordnungswerte für die Brille normalerweise mit der sogenannten subjektiven Refraktionsmethode. Dabei werden die Werte einer Brille zusammen mit dem Kunden ermittelt. In einer Messbrille werden ihm Brillengläser vorgehalten, und er sagt aus, was er mit diesen Brillengläsern sehen kann.

Unser Verfahren geht qualitativ noch einen grossen Schritt weiter und ergänzt das bisherige Verfahren.

Mit unserem DNEye® Scanner können wir die Augen hochpräzise vermessen. Der DNEye® Scanner bestimmt deutlich mehr Parameter zur Berechnung und Optimierung der Brillengläser.

Was sind das für Werte?

Das sind unter anderem Abbildungsfehler für Ferne und Nähe oder Pupillengrössen unter verschiedenen Bedingungen wie Tages- und Dämmerungssehen. Die Abbildungsfehler werden mit einem Aberrometer gemessen. Hierzu wird mit einem Infrarotlaser ein Lichtpunkt auf der Netzhaut erzeugt. Anschliessend wird die aus dem Auge austretende Wellenfront mit einem Sensor vermessen. All diese Daten werden neben der subjektiven Refraktion an unsere Firma übermittelt und in der Berechnung berücksichtigt.

Das heisst, Sie können quasi für jeden Kunden eine massgeschneiderte Lösung entwickeln?

Ja, mit DNEye® PRO werden nämlich zusätzlich noch die Topografie der Hornhaut und die Vorderkammertiefe vermessen, sodass Rodenstock erstmals in der Lage ist, ein individuelles Auge zu bestimmen. Das Bild auf der Netzhaut kann exakt für jeden Kunden individuell berechnet werden. Dank der DNEye®-Technologie sind Messungen auf eine Hundertstel Dioptrie möglich. Seit mehr als 100 Jahren wurde und wird bei allen anderen Herstellern auch heute noch das Gullstrand’sche Normalauge für die Berechnung der Brillengläser benützt. Das Durchschnittsauge passt aber nur im Durchschnittsfall. Die Augenlänge beispielsweise variiert um zehn Millimeter.

Wie läuft ein Sehtest konkret ab?

Die Messung mit dem DNEye® Scanner geht vollautomatisch und dauert circa zwei Minuten für beide Augen. Anschliessend wird der subjektive Sehtest in gewohntem Rahmen durchgeführt.

Kann man die Brille dann bei Ihnen kaufen?

Nein. Rodenstock ist ein Brillenglashersteller, der die Endverbraucher nicht direkt beliefert. Die Belieferung erfolgt ausschliesslich über Augenoptikergeschäfte. In der Schweiz sind bereits über 100 traditionelle Augenoptiker im Besitz eines DNEye® Scanners und können somit DNEye® optimierte Brillengläser anbieten. Auf unserer Homepage sind alle Partnergeschäfte aufgelistet

Müssen mit der Zeit Korrekturen vorgenommen werden – oder in welchem Zeitraum wird eine neue massgeschneiderte Brille nötig?

Nein, Korrekturen werden keine vorgenommen. Allerdings empfehlen wir, dass man aus prophylaktischen Gründen mindestens einmal jährlich einen ausgebildeten Augenoptiker aufsuchen sollte.

Schadet es dem Auge, wenn man neben einer massgeschneiderten Brille noch eine „gewöhnliche“ trägt, respektive abwechselt?

Nein, ausser dass man dann die schlechtere Performance der normalen Brille bemerkt.

Gibt es irgendwelche Ausschlussgründe, also Menschen, denen Sie eine massgeschneiderte Brille eher nicht empfehlen würden, zum Beispiel solchen mit einer Hornhautverkrümmung?

Nein, gerade bei Hornhautverkrümmung bietet DNEye® PRO grosse Vorteile. Bei medizinischen Indikationen (z. B. Diabetes oder Keratokonus) muss dies grundsätzlich im Einzelfall abgeklärt werden.

Apropos Krankheiten: Lassen sich dank dem DNEye® Scanner gar mögliche Krankheiten wie einen grauen Star oder einen hohen Augendruck erkennen?

Definitiv. Der Scanner ermöglicht unter anderem die Bestimmung des Augeninnendrucks. Wir stellen Augenoptikern und Optometristen auch einen Scanner zur Verfügung, damit sie die Netzhaut scannern und Veränderungen am Sehnervenkopf oder der Netzhaut (Macula) durchführen können, bei Bedarf mit unserer (telemedizinischen) Unterstützung. Daten und Bilder werden von Augenärzten beurteilt, und der Kunde erhält einen umfangreichen Ergebnisbericht.

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