Home » Cannabis » Ein völlig neuer und bahnbrechender Therapieansatz
Alternativmedizin

Ein völlig neuer und bahnbrechender Therapieansatz

zvg

Diverse Studien belegen eine positive und nachhaltige Wirkung von CBD unter anderem bei tierischen Krebspatienten, betont die Spezialtierärztin Linda Furter.

Weshalb ist der Einsatz von Cannabidiol (CBD) bei Tieren sinnvoll und bei welchen Symptomen und Erkrankungen kann es eingesetzt werden?

CBD wirkt schmerzlindernd, entspannend und angstlösend.

Mit diesem Wirkspektrum ist es breit einsetzbar, etwa bei chronischen Schmerzen bedingt durch Krebs, Problemen des Stütz- und Bewegungsapparates oder Verhaltensproblemen.

In welcher Form wird das CBD bei Tieren verabreicht?

Es gibt hier ganz unterschiedliche galenische Formen wie Öle, Kekse, Pulver, Kapseln oder loser Hanf.

Was für Erfahrungen haben Sie gemacht bei Tieren, die schnell gestresst sind und unter Angststörungen leiden?

Sehr viele positive Erfahrungen. Ein gutes Training und eine gute Beziehungsarbeit kann dadurch aber nicht ersetzt werden. Das Training kann aber optimiert und der Lerneffekt verbessert werden.

Haben Sie auch schon Erfahrungen mit Epilepsie oder Krebs bei Tieren gemacht?

Diverse Studien belegen eine positive Wirkung bei tierischen Krebspatienten. Das CBD lindert speziell die Schmerzen, welche die erkrankten Tiere oft empfinden. Das ist ein entscheidender Fortschritt in der Therapie.

Auch Epilepsie-Fälle sind in Studien beschrieben worden. Ich selbst habe auf diesem Gebiet aber bisher noch keine Erfahrungen gemacht.

Nennen Sie ein paar konkrete Beispiele für den Einsatz von CBD.

Ein Gewitter oder Feuerwerke können Auslöser von Stress bei Tieren sein. Aber auch wenn man umzieht oder Änderungen im Umfeld vorkommen, wenn man zum Beispiel Kinder bekommt, kann dies Stress bei unseren Vierbeinern auslösen.

Auch der Besuch beim Tierarzt kann erfahrungsgemäss Tier, Tierhalter und den Tierarzt stressen. Mit einer Gabe CBD vor der Untersuchung kann es für alle Beteiligten entspannter werden.

Kann CBD zum Beispiel auch abgegeben werden, wenn ich mit meinem Hund auf Reisen gehe?

Ja, auch das ist eine gute Indikation. Der Hund ist ruhiger, entspannter und trotzdem nicht sediert wie mit herkömmlichen Tierarzneimitteln.

Dann können der Vierbeiner und sein Herrchen den Urlaub umso mehr geniessen und fühlen sich auch in einer ungewohnten Umgebung wohl.

Verbessert sich die Lebensqualität der Tiere durch die Gabe des pflanzlichen Präparats und wie wirkt sich CBD auf die mentale wie auch die physische Verfassung der Tiere aus?

Die Tiere werden vor allem nach längeren Gaben von CBD ruhiger. Sie können stressende Begegnungen im Alltag ruhiger und angstfreier erleben. Und vor allem: Sie sind dabei keinesfalls high.

Zu Beginn können die Tiere müde und «benebelt» sein, aber schon nach kurzer Zeit gewöhnt sich der Körper daran und sie verhalten sich wieder normal, nur angstfreier.

Welche Vorteile des pflanzlichen Produkts wirken sich insbesondere bei Tieren positiv aus?

Im Gegensatz zu pharmakologischen angstlösenden Medikamenten ist CBD natürlich und wird in der Regel gut vertragen. Es schädigt auch bei Langzeitgaben keine Organe und wird gut aufgenommen, auch von Katzen.

Inwiefern ist CBD eine sinnvolle Alternative zu herkömmlichen Medikamenten?

Es ist in der Wirkung sanfter als die chemische Variante, dafür wirkt es weniger schädlich beim Abbau im Körper. Relativ viele Tiere reagieren gut auf diese sanfte Medizin, sodass ein stärkeres Mittel gar nicht nötig ist.

Wie steht es um allfällige Nebenwirkungen?

Am Anfang manifestieren sich oft Müdigkeit und Trägheit, doch nach einiger Zeit verschwinden diese Symptome. Zum Teil können auch Erbrechen oder Durchfall auftreten, je nachdem wie rein der CBD-Rohstoff ist.

Bei Tieren besteht dennoch die Gefahr, dass sie eine Überdosis bekommen, wenn sie CBD eins zu eins wie Menschen erhalten. Sollte vor Beginn der Behandlung auf jeden Fall ein Arzt beigezogen werden?

Nein, das ist nicht immer nötig. Wenn das Tier sonst gesund und vital ist, braucht es keinen Arzt.

Bei chronischen Erkrankungen oder bei der regelmässigen Einnahme anderer Medikamente sollte der Arzt aber um Rat gefragt werden, da es zu Wechselwirkungen kommen kann.

Bei der Dosierung empfiehlt es sich, tief zu beginnen und dann nach oben zu gehen, ohne die angegebene Höchstdosierung zu überschreiten.

Jedes Tier zeigt eine andere Verträglichkeit, je nach Körpermasse und Fettgewebe. Natürlich kennen Tierhalter ihren Vierbeiner noch immer am besten und werden auf dessen Reaktion und Verhalten bei der Gabe von CBD achten.

Next article