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Hautkrebs

Hautkrebs ist mit Abstand der häufigste Krebs

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Unsplash.com / Nathan Dumlao

Die Haut ist das grösste Organ. Die exponierteste Stelle des Menschen wird leider mit Abstand am häufigsten von Krebs heimgesucht.

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Prof. Dr. med. Jürg Hafner

Facharzt FMH für Dermatologie und Angiologie, Leitender Arzt Universitätsspital Zürich

Der Hautkrebs hat viele Gesichter und kann harmlos verlaufen, aber auch bis hin zum Tod führen. Die gute Nachricht ist aber: In der grossen Mehrheit der Fälle ist Hautkrebs heilbar. Von grossem Nutzen ist dabei die Haut vor Sonne zu schützen sowie die Früherkennung.

Grundsätzlich wird zwischen schwarzem und weissem Hautkrebs unterschieden. Der schwarze Hautkrebs (Melanom) ist riskanter. Er metastasiert häufiger und kann auch heute noch zum Tod führen. Das Spinaliom (spinozelluläres Karzinom, eine Art von weissem Hautkrebs) verläuft bei Immunschwäche aggressiver. Das Basaliom (Basalzellkarzinom, die andere Art von weissem Hautkrebs) zerstört seine direkte Umgebung.

Schädigung der Oberhaut als Vorstufe zum Krebs

Die Aktinische Keratosen (30 Prozent der >65-Jährigen betroffen) ist eine dauerhafte Schädigung der Oberhaut. Sie bestehen aus rauhen, rötlichen Flecken im Gesicht, an den Ohren, an den Vorderarmen und Handrücken, mit anderen Worten an den ständig sonnenexponierten Hautpartien. Aktinische Keratosen sind ein erster Schritt in der Entstehung von Hautkrebs und noch relativ harmlos. Mit der Zeit kann daraus ein riskanteres Spinaliom entstehen.

Basaliom: Ein lokaler Hautkrebs

So genannte Basalzellkarzinome sind eine besonders häufige Form von hellem Hautkrebs. Von Auge sieht man entweder eine glänzende, leicht erhabene Stelle, oder eine leichter verletzbare, etwas krustige Stelle. Die Behandlung kann einfach oder sehr aufwändig sein. Basaliome sind meistens heilbar.

Der schwarze Hautkrebs (Melanom)

Ein Melanom erkennt man an der unregelmässigen Begrenzung und Farbe. Es wächst und kann jucken. Seltener sieht man eine rasch aufschiessende rosafarbene Halbkugel. Die beiden häufigsten Melanom-Typen, das superfiziell-spreitende (SSM) und das noduläre (NM) entstehen häufig an Stellen, wo früher Sonnenbrände auftraten.

Genügender Sonnenschutz – aber wie?

Die Haut muss unbedingt vor Sonnenlicht und UV-Strahlung wirksam geschützt werden. Den besten Schutz gewähren Kleider und Hut, sowie der Schatten. Sonnencrème ist sehr wirksam, es  sollen aber ausschliesslich die mittelstarken (Sonnenschutzfaktor 30 (SFP 30)) oder starken (SPF 50) angewandt werden. Nach einem Bad im Freien oder nach dem Abtrocknen, muss neue Sonnencrème aufgetragen werden. Tendenziell sollte etwa doppelt soviel auftragen werden, wie man gemeinhin glaubt.

Wie kann Hautkrebs frühzeitig erkannt werden?

Alle pigmentierten Hautveränderungen, welche nicht rund oder oval aufgebaut und hellbraun sind, sondern einen unregelmässigen Umriss haben und vielfarbig oder schwarz sind, und welche sich verändern, sollten dem Arzt gezeigt und im Zweifelsfall entfernt werden. Wenn die Haut Sonnenschäden zu zeigen beginnt (vermehrte Fältelung, aktinische Keratosen), sind regelmässige, jährliche ärztliche Kontrollen angezeigt. Denn: Früh erkannt ist der schwarze Hautkrebs heilbar, und alle anderen Formen von Hautkrebs weniger gravierend.

Die Haut muss unbedingt vor Sonnenlicht und UV-Strahlung wirksam geschützt werden. Den besten Schutz gewähren Kleider und Hut, sowie der Schatten. Sonnencrème ist sehr wirksam, es  sollen aber ausschliesslich die mittelstarken (Sonnenschutzfaktor 30 (SFP 30)) oder starken (SPF 50) angewandt werden. Nach einem Bad im Freien oder nach dem Abtrocknen, muss neue Sonnencrème aufgetragen werden. Tendenziell sollte etwa doppelt soviel auftragen werden, wie man gemeinhin glaubt.

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