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Multiple Sklerose

Multiple Sklerose: Die Krankheit mit den tausend Gesichtern

Multiple Sklerose, 1000 gesichter
Multiple Sklerose, 1000 gesichter
iStock.com / Kubkoo

Multiple Sklerose ist unheilbar. Multiple Sklerose zeigt sich bei jedem Betroffenen anders. Multiple Sklerose kann jeden treffen.

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Patricia Monin

Direktorin Schweizerische Multiple Sklerose Gesellschaft

Die Diagnose MS erfolgt oft im jungen Erwachsenenalter und bedeutet eine lebenslange chronische Erkrankung. Dank Forschung gibt es mittlerweile eine Reihe an verfügbaren Therapien.

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Diese können die Krankheit positiv beeinflussen, eine Heilung gibt es jedoch nicht. Vielen Betroffenen ist die Weiterführung von Arbeitstätigkeit und ein normales Privatleben möglich, längerfristig stellt die MS aber Lebensentwürfe, wenn nicht auf den Kopf, so oft in Frage.

Familie und Freunde mitbetroffen

Eine Diagnose MS trifft nicht nur die eine Person, sondern auch das Umfeld. Partner, Familie, Kinder müssen sich ebenfalls mit einer neuen Ausgangslage und nun plötzlich unscharfen Perspektiven auseinandersetzen.

Mitten im Spiel gelten plötzlich andere und unbeständige Regeln. Es liegt nicht mehr so viel drin wie vorher. Gerade für Kinder ist es wichtig zu wissen, dass MS nicht tödlich und keine Erbkrankheit ist.

Jede MS ist anders

Es gibt keine typische MS. MS kann sich nur zaghaft äussern oder mit voller Wucht zuschlagen, sich schubweise verschlimmern und wieder verbessern oder sich schleichend entwickeln.

Gelingt die Therapie, bleibt zwar die MS, die Beschwerden treten aber oft in den Hintergrund. Die MS-Forschung hat hier grosse Fortschritte erzielt. Das Therapieangebot kann jedoch bislang nicht verhindern, dass es bei einigen zu schweren Verläufen kommt. Für diese Schwerbetroffenen und deren Familien gilt es trotz MS das Bestmögliche an Lebensqualität herauszuholen.

Unsichtbare Symptome

MS hat viele Gesichter und nicht alle sind sichtbar. Man sieht ganz vielen Betroffenen MS nicht an. Nicht sichtbar für Gesunde, aber spürbar für Betroffene sind viele Symptome, die diese Erkrankung des zentralen Nervensystems nach sich zieht. Fatigue beispielsweise ist ein Symptom, unter dem sehr viele Betroffene leiden.

Dieser bodenlose Erschöpfungszustand lässt sich nicht mit «extrem müde sein» umschreiben, der sich mit mehr Schlaf beheben liesse. Zu oft fehlt das Verständnis für Betroffene, die unter unsichtbaren Symptomen leiden, sei es am Arbeitsplatz oder gar unter Freunden.

MS geht uns alle an

Es gibt in der Schweiz 15000 MS Betroffene, fast Dreiviertel davon sind Frauen. In Europa ist MS der häufigste Grund für eine Behinderung, die nicht von einem Unfall herrührt.

Es ist wichtig zu zeigen, was Multiple Sklerose ist, mit welchen Symptomen Betroffene kämpfen, aber auch mit welchen Herausforderungen, Widrigkeiten und Vorurteilen MS Betroffene und deren Familien in Alltag und Gesellschaft konfrontiert sind.

Lebensqualität mit MS

MS lässt sich nicht heilen, man soll aber das Leben mit MS möglichst gut leben können. Deshalb unterstützt die Schweiz. MS-Gesellschaft nicht nur die Forschung in der Hoffnung, MS zu besiegen und sie so zukünftigen Generationen zu ersparen.

Die heute Betroffenen ob alt oder jung, leicht oder schwerbetroffen und deren Lebensqualität stehen im Zentrum unserer Arbeit.

Holen Sie sich Rat, tauschen Sie sich aus, kommen Sie in Gruppenaufenthalte – wir unterstützen Sie.

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